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Terpen und Wierdenland, eine Geschichte in Entwicklung

terpen

Die nord-niederländischen Lehmboden-Gebiete. Hier wurden seit 600 vor Christus unzählige Erdhügel, die sogenannten ‘Terpen‘ und ‘Wierden‘, erbaut. Diese erhöhten Wohnhügel sind bis heute ein typisches Merkmal der nord-niederländischen Küstenlandschaft.

Das Projekt

Terpen- und Wierdenland, eine Geschichte in Entwicklung ist ein gemeinsames Projekt von verschieden Organisationen für Landschaftserhalt sowie Landschapsbeheer Groningen, Landschapsbeheer Friesland, das Wissenszentrum für Archäologie des Terpen- und Wierdenlandes (Terpenzentrum) die Reichsuniversität Groningen und das Museum Wierdenland, welches ein Partner des Terpenzentrums ist. Sie haben das Projekt gemeinsam errichtet um die Chancen, welche die Geschichte der Terpen- und Wierden Landschaft bietet, optimal zu nutzen.

Teil der Projektgruppe sind Wissenschaftler Jeroen Wiersma und Mans Schepers (RuG), Projektleiter Oscar Borsen (LBF) und Geert Schoemakers (LBG), sowie die Direktorin des Wierdenland Museums Daniëlle Lokin. Sie alle stehen in enger Zusammenarbeit mit den Einwohnern und Unternehmern der Region. Zusammen mit ihnen machen sie sich auf der Suche nach den Spuren der Entstehungsgeschichte der Erdhügel, welche sowohl in den Dörfern als in der umringenden Landschaft immer noch vorhanden sind. Ausgangspunkt des Projekts ist, dass jedes Dorf seine eigene Entstehungsgeschichte besitzt und eine einzigartige Geschichte zu erzählen hat. Man hat sich zum Ziel gesetzt, diese Geschichten sichtbar und spürbar zu machen. Die Initiativnehmer stellen außerdem eine Verbindung zwischen den verschiedenen Geschichten her, damit die umfassendere Geschichte der gesamten Region eingesetzt werden kann, um diesem Gebiet letztendlich einen ökonomischen Impuls zu verleihen und dessen landschaftliche Qualität zu verbessern.

Dorf-orientierter AnsatzOpening Museum Wierdenland-21

Terpen- und Wierdenland, eine Geschichte in Entwicklung hat einen programmatischen Aufbau. Genauer gesagt wird das Programm in verschiedenen Phasen ausgeführt. Während der ersten Phase gehen die Initiativnehmer in und zusammen mit sechs Dörfern an die Arbeit. Drei davon liegen in Friesland und drei in der Provinz Groningen. In diesen Dörfern werden Archäologen und Landschaftsexperten der Reichsuniversität von Groningen (RuG), zusammen mit den Bewohnern die Spuren der Vergangenheit untersuchen.

Auch wird er in jedem Dorf eine – gemischte – Arbeitsgruppe errichtet. Diese Arbeitsgruppe untersucht die Möglichkeiten um charakteristische Elemente und Strukturen nachhaltig wiederherzustellen, zu verwalten oder weiterzuentwickeln. Hierdurch wird die Geschichte des Dorfes visuell erfassbar. Die Arbeitsgruppen werden sich außerdem auseinander setzen mit der Art und Weise wie die Dorfgeschichte weitererzählt werden kann, und was benötigt wird um Besucher für diese Geschichte zu interessieren und sie willkommen zu heißen. Hierbei wurden zum Beispiel die touristische Infrastruktur und Freizeiteinrichtungen in Betracht gezogen. Helfen Sie mit?

Expositie, Zeedijk-WEB-Methodik

Das Dorf wird nicht nur in die Untersuchungen und die Ausarbeitung der Pläne miteinbezogen, aber auch so viel wie möglich bei der Ausführung der Wiederherstellungs- und Einrichtungsmaßnahmen involviert. Auf diese Weise arbeitet das Projekt an einer Methodik, wobei Dorfanwohner aktiv mittarbeiten am Erhalt und der Wiederherstellung der Landschaftsqualität und Wohnumgebung. Hiermit erhält das Dorf ein Instrument um in Zukunft selber an dieser Qualität weiter zu arbeiten. Gleichzeitig ist die Methodik die Grundlage für die nächste Phase des Projekts Terpen- und Wierdenland, eine Geschichte in Entwicklung.

Zukunftsperspektive

Die in der Praxis bewährte Arbeitsmethodik soll bis 2022 für das gesamte Küstengebiet der Wattenregion eingesetzt werden, um auf jeden Fall die Erdhügel die von großer Bedeutung für die Identität der Terpen- und Wierdenlandschaft sind, zu erhalten und weiterzuentwickeln. Ein starkes regionales Marketing, Ausstellungen und Informationsverbreitung kombiniert mit einem ansprechenden Edukationsprogramm sollen dazu führen, dass örtliche Bewohner und Besucher der Region neugierig auf das Terpen- und Wierdenland werden und dass sie diese einzigartige Landschaft weiterentdecken möchten.

 

FördererLeader
Terpen- und Wierdenland, eine Geschichte in Entwicklung wird ermöglicht durch die (finanzielle) Unterstützung der Provinzen Groningen und Friesland und den Gemeinden De Marne, Eemsmond en Delfzijl und Leader.

 

  • Terpen und Wierdenland, eine Geschichte in Entwicklung.